Die Stille hinter dem Klang der Dinge

Die Stille hinter dem Klang der Dinge

Die Stille hinter dem Klang der Dinge

Die Stille hinter dem Klang der Dinge

Live-Performance für 5 Solo-Lautsprecher und Erde

Manuelle Abdämpfung des Klanges in sieben Lautstärkegraden durch Erde

Manuelle Abdämpfung des Klanges in sieben Lautstärkegraden durch Erde

PerformerInnen: Max Joy, Elai Messell, Roberta Busechian, Pia Ewert und Juliane Winkler

PerformerInnen: Max Joy, Elai Messell, Roberta Busechian, Pia Ewert und Juliane Winkler

Galerie Errant Sound

Galerie Errant Sound

Klingendes Nest, von der Decke hängend

Klingendes Nest, von der Decke hängend

Klangnest mit Miniaturlautsprechern und Klangmodul

Klangnest mit Miniaturlautsprechern und Klangmodul

Aus Hochtonlautsprechern dringt das gewöhnlich Laute, zu einer Winzigkeit geschrumpfte alltägliche menschliche Treiben nur sehr leise an das Ohr des Besuchers.

Aus Hochtonlautsprechern dringt das gewöhnlich Laute, zu einer Winzigkeit geschrumpfte alltägliche menschliche Treiben nur sehr leise an das Ohr des Besuchers.

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Die  Stille hinter dem Klang der Dinge

Mit dem Prozess der Schwerhörigkeit werden die Außenweltklänge bis zum Verstummen zunehmend leiser und innere Klangvorstellungen deutlich präsenter. Von der Decke eines Raumes hängen auf Kopfhöhe mehrere klingende Vogelnester herab, die mit Miniaturlautsprechern präpariert sind und die Soundscapes verschiedener Klanglandschaften quasi gefiltert und wie von ferne wiedergeben.

Jedes der in der Klanginstallation zu Klangschleifen verschachtelten Nester repräsentiert einen bestimmten Ort. Eines der Nester, die mit Klängen und Geräuschen gefüllt sind, macht neben Berlin die Soundscape der Stadt Kairo hörbar: Autos fahren durch die zarten Vogeläste, Menschenstimmen oder Musikfetzen durchqueren das feingewebte Nest. Die Größen- und Lautstärkeverhältnisse werden konvertiert: aus Hochtonlautsprechern dringt das gewöhnlich Laute, zu einer Winzigkeit geschrumpfte alltägliche menschliche Treiben nur sehr leise an das Ohr des Besuchers. Die kleinen Geräusche fließen, springen, rollen, ziehen, stoßen und drehen sich um das Ohr des Hörers.

Live-Performance

In einer tragischen Performance für fünf Spieler wird der Prozess des Hörverlusts in klangkünstlerischer Reflexion über den Hörsinn selbst dargestellt. Im Hinterhof der Galerie "Errant Sounds" am Ufer der Spree werden fünf Erdlöcher ausgehoben, um die Lautstärke mit dem Material Erde zu regulieren.

Parallel zum Prozess der Ertaubung des Komponisten B. mit dem schrittweisen Verlust verschiedenster Hörbereiche innerhalb des Frequenzspektrums wird in der Performance der gesamte Klang in sieben Lautstärkegraden manuell vollständig durch Erde abgedämpft.